URZEITWOLF

Der Eurasische und europäische Wolf oder auch Grauwolf genannt (hier links zu sehen) und der Timberwolf aus Amerika (hier rechts zu bestaunen) sind uns allen bekannt.

 

Doch vor vielen tausenden Jahren hat es noch eine Wolfsrasse gegeben. 

 


 

Wir sprechen von Canis dirus, was auf Latein schrecklicher Hund bedeutet.

 

Er lebte vom mittleren bis oberen Pleistozän zusammen mit Mammuts, Fellnasshörnern und Moschusochsen. Zu der Zeit waren Menschen noch als Jäger und Sammler unterwegs. 

 

Anders als oftmals angenommen, ist Canis dirus nicht der Vorfahre des heutigen Wolfs (Canis Lupus).

Vor 10.000 Jahren ereilte Canis Dirus das gleiche Schicksal wie Mastodon, Säbelzahnkatze und Riesenfaultier: sie starben aus. 

(Copyright: Von WolfmanSF - File:Canis dirus La Brea.jpg, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=37008883) 

 

Was sind die Unterschiede im Vergleich zum Wolf?

Canis Dirus ähnelte zwar dem Körperbau eines Grauwolfs, war jedoch noch größer.

Die durchschnittliche Kopf-Rumpf-Länge reichte etwa 1,5 m und das Gewicht betrug zirka 50 kg.

Die Kopf-Rumpf-Länge des heutigen Wolfs schwankt je nach Verbreitungsgebiet zwischen 1 bis 1,6 Meter.

Beim Gewicht merken wir einen deutlichen Unterschied, dieses liegt heute bei 28 bis 40 Kilogramm.

 

Auch der Kopf war beim Canis Dirus merklich größer, das Hirnvolumen dagegen kleiner. 

 

 

Entscheidendster Unterschied:

 

 

Canis Dirus besitzt das kräftigste Gebiss aller Arten der Gattung Canis. 

Aasfresser oder Jäger? 

Diese Frage stellt sich die Wissenschaft nach wie vor.

 

Die Höhlenmenschen hatten noch keine Smartphones und konnten leider keine Aufnahmen für die Nachwelt hinterlegen.

 

So können nur anhand des Körperbaus Vermutungen angestellt werden. 

 

 

Die kürzeren Beine lassen darauf schließen, dass Canis nicht besonders schnell laufen konnte.

Zusätzlich konnten seine starken Reißzähne selbst große Knochen aufbrechen. Beides deutet auf einen Aasfresser hin. Demnach ist es möglich, dass die Urzeitwölfe ähnlich wie die Hyänen heute lebten.

 

Starke Abnutzungen auf den Zähnen der Tiere bestärken diese These. 

(Copyright: http://www.fossil.net/site_arc/index.cfm?action=item&prod_id=5231&site_acr=ffs)

Dann wiederum zeigen manche Fossilien verheilte Knochenbrüche, die gleich sind mit Verletzungen, die heutige Wölfe bei Kämpfen mit großen Beutetieren wie Elchen oder Wapitis davontragen.

 

Paläontologen gehen somit davon aus, dass Canis Dirus ähnlich wie die heutige Tüpfelhyänen gleichzeitig auch gejagt haben. Denn auch Hyänen tragen starke Abnutzungen ihrer Zähne davon, da die Beute, ganz gleich ob selbst erlegt oder als Aas gefunden, vollständig verzehrt wird, einschließlich der Knochen. 

Die Rasse Canis Dirus entstand in Südamerika aus der Rasse Canis Ambrusteri, die bereits vor 800.000 Jahren erstmals auftrat.

Vor etwa 100.000 Jahren gelangte Canis dirus nach Nordamerika, wo er sich bis in die Gegend von Peru ausbreitete.

Canis Lupus, jene Wolfsrasse, die bis heute überlebt hat, ist bereits 200.000 Jahre früher aus Eurasien nach Nordamerika eingewandert.

 

Somit lebten für 100.000 Jahre der heutige Wolf und Canis Dirus zusammen. 

 

 

In Rancho La Brea und Kalifornien wurden 3.600 Fossillien von den Urzeitwölfen gefunden, mehr als von jeder anderen dort ausgegrabenen Tierart.

 

 

Funde in Arkansas deutet darauf hin, dass Canis Dirus bis vor 4.000 Jahren noch gelebt haben könnte. 

 

 

Zum Abschluss noch ein Größenvergleich zwischen Canis dirus und einem Menschen.

 

Ich wage aber, zu bezweifeln, ob man noch so fröhlich winken würde, wenn ein Wolf mit so einem mächtigen Gebiss neben einem stünde.

 

 

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